Die alte Stadt Lassan
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Geschichtliches
Den Namen der Landschaft Lesane trug 1136 auch der Ort. Der Name veränderte sich 1168
in Lessan und schon 1295 in Lassan.
Das altpolabische Lešane bedeutet möglicherweise „Bewohner aus dem Wald“.
Die ursprüngliche slawische Fischersiedlung mit einer Burg war Mittelpunkt der Landschaft Lesane.
Der Ort mit der dann deutschen Burg wurde 1136 erstmalig urkundlich erwähnt.
Ab 1200 legten die Herzöge von Pommern den Ort planmäßig an.
Er erhielt 1274 das Stadtrecht und wurde 1291 als civitas
und 1299 als oppidum genannt.
Durch die günstige Lage am Peenestrom gewannen der Hafen und die Stadt an Bedeutung.
Um 1300 wurde auch die Hallenkirche St. Johannis gebaut.
Bernt Notke (* um 1435 in Lassan in Pommern; † Anfang -vor dem- 12. Mai 1509 in Lübeck)
war ein in Nordeuropa bekannter Lübecker Maler und Werkstattleiter,
wohl der bedeutendste im Ostseeraum des ausgehenden Mittelalters.
Die Anklam-Lassaner Kleinbahn wurde am 30. März 1895 als Aktiengesellschaft mit der
Firma Kleinbahngesellschaft Anklam-Lassan in Greifswald gegründet. An ihr waren der
Preußische Staat, die Provinz Pommern, der Kreis Greifswald und die Städte Greifswald und Lassan –
in den ersten Jahren auch die Firma Lenz & Co. GmbH – beteiligt.
Am 1. Januar 1940 ging sie in den Pommerschen Landesbahnen auf.
Der spärliche Personenverkehr kam schon in der Krisenzeit nach dem Ersten Weltkrieg mehr und
mehr zum Erliegen und wurde 1927 ganz durch Omnibusse ersetzt. Im Sommer 1945 soll es
jedoch noch einmal Personenbeförderung auf der Schiene gegeben haben.
Aber auch der Güterverkehr, dem die Bahn hauptsächlich dienen sollte, blieb hinter
den Erwartungen zurück, so dass in den 1930er Jahren nur noch die Strecke
Anklam–Lassan nebst einem Abzweig von Crenzow nach Rubkow befahren wurde.
Was an Gleisen noch nicht in den 1920er Jahren abgebaut worden war,
wurde im Herbst 1945 für Reparationszwecke demontiert.
Die Innenstadt mit der Kirche, der Stadtmauer und dem Rathaus wurden im Rahmen der
Städtebauförderung seit 1991 grundlegend saniert. 1996 entstand der Wasserwanderrastplatz.
Danach wurde der Hafenplatz ausgebaut.
Am 7. Juni 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Pulow nach Lassan eingemeindet.
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